„Fake“ Beziehungen – Trennung JA oder NEIN?

Beziehungsende ja oder nein?
Scheidung ja oder nein?
Die Angst vor dem Alleine sein… „Fake“ Beziehungen.

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Wie viele Beziehungen gibt es wohl die nur aus einem „zusammenleben müssen“ bestehen? Ohne jegliches liebendes Gefühl zueinander, ohne Freude oder Liebe?

Sind wir doch einfach mal ehrlich, seht euch einfach nur um, wie viele „Fake Beziehungen“ gibt es? Man könnte auch sagen: „Wenn Blicke töten könnten…“


Ich will mir keineswegs anmaßen über andere Beziehungen zu urteilen, ganz im Gegenteil ich freue mich für jeden der das Glück hat eine funktionierende PARTNERschaft zu haben.
Mit Betonung auf dem Wort: Partnerschaft.
Es gibt wohl nichts Schöneres als angekommen zu sein bei dem Menschen den man liebt.
Nur sehe ich leider total viele Paare die sich anschweigen, ohne einen Funken von Liebe ansehen und bei denen man einfach das Gefühl hat, das passt so gar nicht mehr als Paar.
Warum nur, bleiben diese Paare zusammen?

Ist da die Angst den Schlussstrich zu ziehen – zu sagen: „Es tut mir leid, ich liebe dich einfach nicht mehr“?

Oder ist es die Angst was das Umfeld dazu sagen würde? Das „Dorfgetratsche“, das bestimmt kommt? Das ist absolut verständlich und auch gar nicht lustig wenn man selber im Fokus steht und eigentlich nur Bosheiten die nicht stimmen verbreitet werden, aber dieses Getratsche dauert meist nur solange bis sich ein neues „Opfer“ gefunden hat.

Ist es vielleicht manchmal einfach Bequemlichkeit? Nach Hause kommen, das Essen steht auf dem Tisch, die Wohnung ist aufgeräumt, die Wäsche ist gewaschen,… Toll! Da hat der Mann ja nach dem Essen Zeit für seine Hobbies… Warum also trennen? Ist ja ganz bequem so wie es eben ist.

Meiner Meinung nach es sehr viele Partnerschaften die nur „nebeneinander her leben“ bestehen.
Oft aus Angst alleine zu sein, rein finanziellen Gründen (ein gemeinsames Haus zum Beispiel), gemeinsamen Kindern oder reiner Bequemlichkeit.
Wer damit glücklich ist, gut! Muss ja jeder selber wissen.

Für mich geht das ja gar nicht. Liegt wohl daran, dass ich absolut ein Herzmensch bin und gerne naiv und rosarot durch das Leben gehe. Nicht immer gut, aber so bin ich nun einmal.

Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut dafür für jede Beziehung zu kämpfen, sollte Liebe vorhanden sein. Ich hasse den Aspekt der „Wegwerfgesellschaft“.
Nur sehe ich es als absolut sinnlos an, mit einem Partner sein Leben zu teilen den man einfach nicht liebt.
Gilt auch umgedreht – Ich möchte keinen Partner haben der mich nicht liebt. Niemals.
Ich habe damals auch geheiratet und gedacht die Ehe hält jetzt mein Leben lang.

Ich plaudere jetzt aus dem Nähkästchen und erzähle euch warum ich mich damals scheiden lassen habe.
Normalerweise schreibe ich nie über etwas, was noch eine dritte Person betrifft, und jene Person sich nicht äußern kann. Da ich aber keine Schuldzuweisungen machen werde und es viele, viele Menschen auch allgemein betrifft, wage ich jetzt einfach darüber zu schreiben. Nur so am Rande: Schuld für/an etwas hat niemand Anderer.

Zwei Jahre habe ich darüber nachgedacht ob ich meinen Ex noch liebe, ob ich mich trennen soll, was für ein Chaos dann ausbrechen würde und vor allem: was ich meinem Kind antue, falls ich mich trenne. Ich hatte Schuldgefühle, weil ich immer dachte ich nehme meinem Sohn den Vater weg.
Man lässt sich nicht einfach so nebenbei scheiden.
Ich war ja auch in dem Glauben ich heirate den Mann den ich für immer lieben werde.
Das Leben und ich waren da aber wohl unterschiedlicher Meinung.

(Gibt da einen schönen Spruch: Als ich jung war, habe ich mein Leben geplant. Das Leben und ich lachen immer noch)

Mir war eigentlich klar, ich will/kann diesen Mann nicht mehr lieben. Das Problem, so hart das jetzt klingt, war mein Kind (ich nehme ihm den Papa und die „heile“ Familie) und das finanzielle Fiasko durch das gemeinsam gebaute Haus.

Natürlich entstehen Streitigkeiten, vielleicht sogar bewusst hervorgerufen durch mich (ich streite nicht gerne und im Nachhinein glaube ich das war Absicht von mir ihn zu provozieren), wenn einer der beiden Partner Trennungsgedanken hat und natürlich bekommt das auch ein Baby/Kleinkind mit wenn etwas nicht stimmt.
Ich mochte mich selber nicht mehr, ich war einfach unrund und ich mutierte zur Zicke (Das kenne ich normalerweise gar nicht bei mir – ich hasse Zicken).
Irgendwann musste ich einfach die Notbremse ziehen, komme was wolle.
Es geht einfach nicht mit einem Menschen zusammenzuleben der einfach nur ein Freund ist und kein Partner den man liebt.
Würde schon gehen, allerdings nur wenn beide nicht mehr lieben. Solange einer der beiden Partner noch liebt ist es nicht möglich ohne Stress und Streit eine „Wohngemeinschaft“ zu haben.

Trotz der ganzen Probleme die durch die Trennung auf uns alle zukamen, ging es mir wieder gut.
Ich war sozusagen frei von der Last der Lüge.
Fakt ist: geht es der Mama gut, geht es auch dem Kind gut.

Mein Kind war damals 3 Jahre jung und wir haben es gemeinsam geschafft, dass er nicht gelitten hat. Auch wenn natürlich viel Wut, Schuldzuweisungen und Groll damals vorrangig waren, waren wir als Ex Partner so intelligent unser gemeinsames Kind zu schützen und da rauszuhalten.
Natürlich war ich mit meinem Sohn bei einer Heilpraktikerin und bei einer Energetikerin, einfach um ihm helfen zu lassen, falls da was war an „schlechten“ Gefühlen, was ich als Mama nicht bemerkt habe.
Ich weiß viel Menschen halten weder von Energetik, noch von Homöopathie etwas, aber ich finde beides gut und ich bin der Meinung man kann der eigenen Psyche sehr wohl auf die Sprünge helfen mit Bachblüten und Co.

Was ich eigentlich sagen will: Beide Partner sollten glücklich sein in einer Beziehung.
Es ist es einfach nicht Wert nur zum Schein eine Ehe oder Partnerschaft aufrecht zu erhalten.
Jeder hat es verdient glücklich zu sein.
Glücklich ist man aber nur, wenn man sich selber nicht belügt und jemanden hat der einen aufrichtig liebt und den man selber aufrichtig liebt.

Ich bin jetzt 39 Jahre alt und glaube immer noch an die große Liebe!

Fünf Partnerschaften hatte ich bestimmt schon in meinem Leben und alle sind gescheitert. Es war einfach noch nicht der Richtige dabei.
Vielleicht denkt ihr jetzt ich sei „Beziehungsunfähig“?
Nein, das bin ich definitiv nicht. Ich bin nur sehr ehrlich (auch zu mir selber) und lebe keine Lüge.
Kämpfen würde ich immer, aber nur für den Mann den ich wirklich aus tiefstem Herzen liebe und der es einfach Wert ist.
Ich glaube diesen einen Mann habe ich jetzt gefunden, mit fast 40 Jahren auf dem Buckel.

Bestimmt fragt ihr euch jetzt:
Woher weiß ich denn plötzlich, dass es der Mann ist den ich wirklich liebe?
Woher weiß ich dass es diesmal passt?
Das er der richtige Mann für mich ist und ich die richtige Frau für ihn?

Diese Frage kann ich euch nicht beantworten – nur den Versuch einer möglichen Antwort starten:
Ich habe ihn gesehen und für mich gewusst, den Mann will ich.
Er tut mir gut. Er nimmt mich wie ich bin. Er glaubt an mich. Er ist da wenn ich ihn brauche. Er ist ein Mann der mit beiden Beinen im Leben steht. Vieles ist einfach so „anders“. Ich fühle mich beschützt, geborgen. Ich darf einfach Ich sein.
Er ist mein bester Freund geworden, der alles wissen darf von mir, wenn er möchte, wirklich alles. Ich fühle mich natürlich auch sexuell extrem angezogen von ihm, was sonst ;-).
Mein Herz sagt einfach: JA, JA, JA.
Genug der Schwärmerei, ihr merkt ich bin total verliebt.

Eine Garantie gibt es dennoch nicht, aber ich Glaube daran dass er mein Herzmensch ist und selbst wenn nicht, JETZT ist er es und nur das zählt im Augenblick.
Jetzt lebe ich, nicht morgen oder in 5 Jahren. Ich weiß sowieso nicht was in 5 Jahren ist…

Hört auf euer Bauchgefühl und lasst nicht zu dass euch der Kopf sagt ob eine Partnerschaft bestand hat oder nicht.

Streit? Kein Problem, kann man darüber reden und ist auch in gewisser Hinsicht normal, dass man auch unterschiedlicher Meinung ist.
Aber: Ich bin der Meinung die Liebe muss vorhanden sein.
Natürlich werden die „Schmetterlinge“ in den meisten Fällen nicht mehr täglich fliegen nach ein paar Jahren, wenn der Alltag einzieht.
Müssen sie auch nicht, wenn man weiß was man aneinander hat und man sich immer noch ohne Ärger, Wut oder Groll, mit Liebe in die Augen sehen kann, wenn man sich nach wie vor gerne in den Arm nimmt und ja, auch gerne küsst.

Wichtig ist wahrscheinlich einfach sich immer gegenseitig seine Wertschätzung zu zeigen und auch nach Jahren noch aufmerksam zu sein.
Kleinigkeiten machen wohl den Unterschied zwischen funktionierenden Beziehungen und solchen die leblos sind.
Zwischendurch eine kleine Aufmerksamkeit, ein liebes Wort, eine Umarmung einfach so, ein Kuss,… Achtsamkeit und Aufmerksamkeit.
Nichts ist selbstverständlich. Habt ihr einen Schatz gefunden, dann passt gut darauf auf.
Sonst kommt vielleicht jemand und nimmt ihn euch weg.
 
Ist die Liebe da, hat eine Partnerschaft auch Bestand.

Macht nicht den Fehler und lebt eine „falsche“ Beziehung, jeder hat das Recht darauf glücklich zu sein und lieben/leben zu dürfen.

Kinder haben das Recht glücklich aufzuwachsen und das geht zur Not auch wunderbar Alleinerziehend! Beide Elternteile müssen einfach die bestmögliche Lösung für das Kind finden und vor allem das Kind miteinbeziehen.
Reden mit dem Kind, auch nachfragen ob alles in Ordnung ist, das Kind unbedingt miteinbeziehen!

Finanzieller Stress bei einer Trennung? Leute, es gibt immer irgendeine Lösung.
Geld kann nicht der Grund sein eine Lüge zu leben.
Was ist wirklich wichtig im Leben? Liebe, innere Balance und sein eigenes Glück – nicht Arbeit oder Geld.

Angst vor dem alleine sein?
Zugegeben, die ersten paar Wochen ist es schon komisch, wenn man wieder alleine ist und einfach niemand da ist, abends…
Und ja, natürlich ist es nicht besonders schön, Sonntag alleine auf der Couch zu liegen.

Tja, Freunde anrufen oder treffen hilft auf jeden Fall und die Gewissheit keine Lüge mehr leben zu müssen oder nur aus Gewohnheit/Trägheit/ oder Faulheit mit jemandem zusammen zu sein.
Auch alleine leben lernt man wieder und bestimmt kommt auch wieder ein Partner, der vielleicht der Mann des Lebens ist.

Der Mann mit dem man zusammen alt werden möchte, Händchen haltend auf der Parkbank Vögel füttern oder unter dem Nussbaum sitzend.
Alles Liebe, Dani.

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